Vereins-Chronik

 

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Gästebuch

 

 

Aus der Geschichte des Musikvereins Weisweil

von Stefanie Schäfer

 

Eine zusammenhängende Darstellung der Entwicklung der Dorfmusik in Weisweil gestaltet sich durch die verheerenden Kriegszerstörungen des zweiten Weltkrieges sehr schwierig. Über 90 Prozent des Dorfes wurde damals zerstört und damit wurden auch fast alle Aufzeichnungen und Unterlagen über die Geschichte der Weisweiler Musik vernichtet.
Deshalb muss um Nachsicht gebeten werden, wenn der nachfolgende Bericht Mängel aufweist und lückenhaft wäre.

Ein Zeitungsausschnitt aus der Freiburger Zeitung des Jahres 1914 belegt, dass 50 Jahre zuvor, also im Jahre 1864, die Dorfkapelle Weisweil anlässlich eines Pfingstreitens mitgewirkt hat. Der erstmalige Zusammenschluss Weisweiler Bürger zum gemeinsamen Musizieren liegt also mehr als 150 Jahre zurück. 

Die Dorfkapelle bestand seinerzeit aus folgenden 6 Musikern:

Jakob Pfisterer (Trompete), Georg Wolf (Klarinette)
Georg Nickola (Trompete II), Georg Nickola (Tenorhorn)
Georg Kromer (Bariton), Friedrich Kromer (Bass)

Ihre Aufgabe war es, an verschiedenen Anlässen in der Gemeinde wie Fastnacht, Pfingsten und an der traditionellen „Wiswieler Kilwi“ zum Tanz aufzuspielen.
Das Kilwibrauchtum pflegt der Musikverein noch heute.
Aus dem Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 20.9.1880 geht hervor, dass die nun auf 10 Mann angewachsene Kapelle zum Geburtstag des Großherzogs von Baden aufgespielt hatte. Ferner spielte sie bei Veranstaltungen des Kriegervereins. Sie begleitete den Kriegerverein mit Marschmusik zum Gottesdienst und spielte vor dem alten Rathaus die Nationalhymne. Gerne wurde sie auch für Hochzeiten und andere Anlässe als Tanzkapelle engagiert.


Musikkapelle Weisweil 1898
 

In den neunziger Jahren entstand eine zweite Musikkapelle aus lauter jungen Männern.

Es waren dies folgende Musiker:
Wilhelm Stöcklin, Fabrikarbeiter                         Friedrich Bürklin, Straßenwartsohn
Friedrich Haag                                                      Jakob Köchlin, Rheinarbeiter
Friedrich Ehret, Fabrikarbeiter                             Theobald Gräßlin, Fischer

Für eine kurze Zeit bestanden so in der Gemeine zwei Musikkapellen. Die zweite Kapelle wurde jedoch nach einigen Jahren wieder aufgelöst. Die erste Kapelle bestand fort bis zum  ersten Weltkrieg im Jahre 1914. Ihr traten im Jahr 1897 noch folgende Musiker bei:

Wilhelm Stöcklin sen.
Georg Graf sen., Korbmacher
Wilhelm Ehret, Ratsdiener
                                 
Im Jahre 1903 beschaffte sich die Kapelle eine große Trommel, welcher Jakob Ehret 58 Jahre bis zu seinem Tod im Jahre 1961 die Treue hielt.
Eine amtlich beglaubigte Niederschrift von Statuten des Musikvereins Weisweil belegt, dass bereits im Jahre 1906 ein Musikverein gegründet worden war.
 

Das Dokument ist wie folgt unterzeichnet:
Wilhelm Zimmer, 1. Vorstand 
Georg Leonhardt, 2. Vorstand
Georg Bürklin, Rechner
Beiräte: Wilhelm Glorer, Friedrich Däschner sen. und jun., Wilhelm Bürklin


Musikkapelle 1908
 

Letzter großer Auftritt der Kapelle vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges war 1914 ein Doppelkonzert im Gasthaus Baumgärtner gemeinsam mit der elsässischen Kapelle aus Sundhausen. Während des ersten Weltkrieges ruhte der Spielbetrieb der Dorfkapelle.

Im September 1923 hatten sich einige Musiker der Dorfkapelle wieder zusammengeschlossen und führten eine Neugründung des Musikvereins in einer einberufenen Versammlung durch.

Aus der Gründungsversammlung des Musikvereins ging folgende Vorstandschaft hervor:
Ernst Hüglin, 1. Vorstand
Georg Nübling, 2.Vorstand
Emil Hammann, Schriftführer
Fritz Sexauer, Kassierer

In den Verwaltungsrat wurden gewählt:
Karl Ehrler, Elektriker
Jakob Matthis, Fischhändler
Wilhelm Öhler, Gartenarchitekt
Georg Ehret, Tobias Sohn
Wilhelm Ehrler, am Bach

Folgende 28 Mitglieder waren bei der Vereinsneugründung im September 1923 dabei:
1. Dirigent Wilhelm Ehret, 2. Dirigent Georg Graf sen.
Georg Blum, Wilhelm Bürklin, Michael Däschner, Fritz Däschner alt und jung, Wilhelm Däschner, Jakob Ehret, Wilhelm Ehret, Fritz Ehret, Karl Ehrler,
Wilhelm Gräßlin, Hermann Gräßlin, Fritz Gräßlin, Philipp Graf, Karl Köchlin, Ernst Kromer, Georg Kromer, Karl Kromer alt und jung, Fritz Nicola,
Georg Nicola, Wilhelm Stöcklin alt und jung, Fritz Wäldin, Georg Wolf, Wilhelm Zimmer


 


Neugründung 1923
 

Laut den damaligen Vereinsstatuten ist der Zweck des Musikvereins die Ausbildung junger Leute in der Musik, sowie musikalische Beteiligung bei den in der Gemeinde vorkommenden kirchlichen und weltlichen Feierlichkeiten. Den Dirigentenstab übernahm Wilhelm Ehret, welcher die Kapelle zu beachtlichen Erfolgen führte.

1926 wechselte die Vorstandschaft: Neuer 1. Vorstand wurde Georg Nicola und der bisherige 1. Vorsitzende Ernst Hüglin wurde in das Amt des 2. Vorstands gewählt.
Im Jahr 1931 gab es einen weiteren Wechsel im Vorstand. Der 1. Vorsitzende Georg Nicola gab sein Amt ab und Ratschreiber Fritz Sillmann wurde sein Nachfolger. Zum 2. Vorsitzenden wurde Wilhelm Graf gewählt.
Schon 1933 mussten die Musiker erneut wählen. Die Wahl war von den neuen Machthabern im Zuge der sogenannten Gleichschaltung per Gesetz verordnet worden. Vorstand Sillmann blieb im Amt, neuer 2. Vorstand wurde Fritz Stöcklin, Maierhof. Diese Vorstandschaft bestand bis 1956.


Bild aus dem Jahre 1935
 

Das Protokollbuch verzeichnet in den Jahren 1933 bis 1939 eine stark erhöhte Aktivität der Musikkapelle, was nicht zuletzt den neuen Machthabern zuzuschreiben war. So wurde eine Vielzahl von Festen organisiert und an zahlreichen Kundgebungen, auf Märschen und Fackelzügen in Weisweil und vielen Nachbargemeinden teilgenommen.
In den Protokollbüchern ist zu lesen, dass sich intern im Verein einige politische Turbulenzen abgespielt haben mussten, was auch durch die ständige Umbesetzung des Verwaltungsrats zu belegen ist.
Außerdem geht aus den Büchern folgendes hervor: Grundgehalt des Dirigenten 30 Mark, unentschuldigtes Fehlen bei einer Probe 50 Pfennig, Fehlen bei Auftritten 1 Mark, Austritt ohne Grund 20 Mark.
Die Kapelle erlebte zu dieser Zeit einen großen Aufschwung durch die vermehrte Ausbildung von Jungmusikern, sodass sie auf eine Stärke von 30 Mitgliedern anwuchs.
 
Während des zweiten Weltkrieges stand der Spielbetrieb des Musikvereins still, da nahezu alle Aktiven zur Wehrmacht eingezogen waren. Dieser Krieg hat auch den Musikverein Weisweil schwer getroffen, indem ihm viele Musiker zum Opfer fielen und 25 von damals 30 Instrumenten vernichtet wurden.
Im Jahr 1948 haben die vom zweiten Weltkrieg zurückgekehrten Musiker den Verein wieder mit viel Eigeninitiative aufgebaut. Kein Proberaum, keine Instrumente und kein Dirigent standen den Musikern in jener schweren Zeit zur Verfügung. Die benachbarten Musikkapellen aus Wyhl und Niederhausen liehen den Weisweiler Musikkameraden einige Instrumente aus. In den Notwohnungen der damaligen Musiker wurde mit den geliehenen Instrumenten geprobt. So kam es an Fastnacht 1949 zum ersten Auftritt des Musikvereins nach dem zweiten Weltkrieg.

Mit dem Geld, welches bei den Tanzveranstaltungen eingenommen wurde, konnten nach und nach wieder Instrumente beschafft werden. Auch von der Gemeinde wurde der Verein nun finanziell unterstützt.
Im Januar 1950 fand dann im Baumgärtnersaal das erste Konzert des Musikvereins unter der Leitung von Dirigent Otto Müßle, Wyhl, statt. Auch die Musikvereine Wyhl und Niederhausen gaben  in Weisweil ein Konzert zu Gunsten des Wiederaufbaus des Musikvereins Weisweil. In dieser schwierigen Phase erklärte sich der damalige Präsident des Oberbadischen Blasmusikverbandes, Herr Jakob Blum aus Nimburg, bereit, den Dirigentenstab des Musikvereins Weisweil zu übernehmen und dem Verein bei seiner Aufbauarbeit zu helfen. Mit viel Mühe und Fleiß wurde die Musikkapelle wieder zu einer leistungsfähigen Kapelle, die wieder Konzerte geben konnte.
So wurde der bis heute beibehaltene jährliche Konzertabend eingeführt. Am 1. Mai, an Sichelhänke und Kilwi spielte die Musikkapelle zur Unterhaltung und zum Tanz der Dorfgemeinschaft. Auch an Wertungsspielen hat der Verein unter der Leitung von Jakob Blum teilgenommen und gute Erfolge erzielt.


Musikverein 1950
 

1956 gab es wieder einen Vorstandswechsel. Ratschreiber Fritz Sillmann stellte sein Amt als 1. Vorstand zur Verfügung. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige Stellvertreter Fritz Stöcklin, Meierhof, gewählt. Neuer 2. Vorsitzender wurde Adolf Schönwälder, Schreinermeister. Durch eine großzügige Spende von Herrn Walter Schanzlin, einem Gönner und Förderer des Musikvereins, konnte im Jahr 1957 eine Uniform für die Musiker beschafft werden.

Ende der 50er Jahre bestand für kurze Zeit eine Reitermusik, die an vielen Umzügen in Weisweil und in den Umlandgemeinden große Beachtung fand.


Reitermusik Weisweil 1958

1960 gab es nochmals einen Vorstandswechsel. Für Fritz Stöcklin wurde Hermann Gräßlin zum 1. Vorsitzenden gewählt. Drei Jahre später konnte der Verein sein 100-jähriges Jubiläum  feiern.


100-jähriges Jubiläum im Jahre 1963


1965 musste der langjährige und verdienstvolle Dirigent, Jakob Blum, aus gesundheitlichen Gründen sein Dirigentenamt zur Verfügung stellen. Sein Nachfolger konnte mit dem Trompeter Georg Graf jun. aus den eigenen Reihen gefunden werden. Georg Graf hat dann in 19 Jahren seiner Dirigententätigkeit die Musikkapelle mit viel Idealismus zu beachtlichen Erfolgen geführt. Besonders die Ausbildung der Jungmusiker lag ihm sehr am Herzen.

1970 wurde Karl Nicola, später Bürgermeister und Landtagsabgeordneter, zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt. In seiner 14-jährigen Amtszeit erneuerte und verbesserte er die Strukturen innerhalb des Musikvereins, sodass sich der Verein noch mehr entwickeln konnte. 1973 wurde das 110-jährige Jubiläum in der Reithalle gefeiert.
Im Jahre 1976 wurde Hanspeter Matthis, Malermeister, als Nachfolger von Adolf Schönwälder zum 2. Vorsitzenden des Vereins gewählt.

1983 feierte der Musikverein das 120-jährige Jubiläum in einem großen Festzelt hinter der Schule. Höhepunkt war die Verleihung der Pro-Musica-Plakette, die vom Bundespräsidenten für das über 100-jährige Bestehen einer Kapelle gestiftet wird.


120 Jahre Musikverein Weisweil im Jahre 1983


Jungmusiker im Jubiläumsjahr 1983
 

In der Generalversammlung des Jahres 1984 gab der 1. Vorsitzende Karl Nicola sein Amt aus beruflichen Gründen ab und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt und sein Nachfolger wurde Dieter Leibbrand.
Im selben Jahr verstarb völlig unerwartet und unfassbar für alle der langjährige Dirigent Georg Graf im Alter von 59 Jahren. Seinen Nachfolger fand man in Wolfgang Kümmerle aus Bötzingen, heute wohnhaft in Wyhl. Während seiner 5-jährigen Dirigententätigkeit hat er das Niveau der  Kapelle weiter gesteigert. Ein Highlight war das Kirchenkonzert zu Gunsten der Renovierung des Gemeindehauses im Jahre 1985. Bis heute ist Wolfgang Kümmerle stets mit den Weisweilern Musikern sehr verbunden und bereichert das Holzregister mit seinem Fagott an jedem Jahreskonzert.  


Jahreskonzert 1987 unter der Leitung von Wolfgang Kümmerle


Im August 1986 wurde Peter Graf zum Vizedirigenten gewählt, da Walter Stöcklin sein Amt zur Verfügung stellte.
1988 wirkte der Verein bei der Einweihung der neuen Gymnastikhalle und gleichzeitig auch des lang ersehnten neuen Proberaumes mit. Früher probte man im Rathaus, gefolgt von einem Raum unter der Bühne der Rheinwalhalle und zuletzt hatte man in einem Klassenzimmer der Schule seine Proben abgehalten.
Auch das 125-jährige Bestehen der Musikkapelle Weisweil wurde im selben Jahr in der Reithalle unter Mitwirkung vieler Vereine gefeiert.


125 Jahre Musikverein Weisweil


In der Musikprobe 1989 wurde Peter Graf zum neuen Dirigenten gewählt, da Wolfgang Kümmerle ein Amt zur Verfügung stellte.  Katja Wäldin wurde Vizedirigentin.
Peter Graf, der nunmehr seit 24 Jahren das Dirigentenamt inne hat, ist es gelungen, das Niveau der Kapelle weiter zu steigern. Behutsam aber kontinuierlich hat er in den neunziger Jahren die Musiker an Oberstufen- und teilweise sogar an Höchststufenliteratur herangeführt.  Die Programme dieser Jahreskonzerte dokumentieren einen bis dahin nicht erreichten Leistungsstand der Kapelle. Dies verdanken wir nicht nur dem Dirigenten Peter Graf, sondern auch der vorbildlichen Leistungsbereitschaft der Musikerinnen und Musiker.
Im letzten Jahrzehnt hat sich Peter Graf vermehrt der populären Musik zugewandt. Mit modernen Originalkompositionen, Filmmusik, Popmusik und Musicals gelingt es ihm bis heute, sowohl das Publikum, als auch die vielen neu hinzugekommenen jungen Musiker zu begeistern.  

Erstmals an der Kilwi 1990 zeigten sich die Musiker während des Umzuges in bäuerlicher Kleidung und 1992 wurde das Kilwirad  wieder von Pferden gezogen.
2. Vorstand Hanspeter Matthis erklärte auf der Generalversammlung 1994 seinen Rücktritt nach 18 Jahren und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Jochen Raith übernahm sein Amt.
Zur Verbesserung des sinfonischen Klanbildes der Kapelle wurde 1996 eine Oboe angeschafft.

Nach 14 Jahren gab Dieter Leibbrand an der Generalversammlung 1998 seinen Rücktritt als 1. Vorsitzender bekannt. Während seiner Amtszeit ermöglichte er 1996 dem Verein den Verbandswechsel vom Blasmusikverband Kaiserstuhl-Tuniberg in den Oberbadischen Blasmusikverband und organisierte den unvergesslichen Ausflug nach Berlin kurz vor dem Fall der Mauer, wo die Kapelle vor dem Brandenburger Tor Marschmusik darbot. Als neuen Vorsitzenden wählte der Verein einstimmig Jochen Raith. Dieter Leibbrand stand ihm weiterhin als 2. Vorsitzender zur Seite.
Der Höhepunkt dieses Jahres war das 135-jährige Jubiläum, das auf dem Schulhof gefeiert wurde. Die Kapelle bestand damals aus 60 aktiven Musikern, 14 Jugendliche waren in Ausbildung.
 


135-jähriges Jubiläum im Jahre 1998
 

Einen Wechsel im Vorstand gab es im Jahre 1999: neuer 2. Vorstand wurde Fritz Klank.
Im Jahre 2000 entschloss man sich, wie auch viele umliegende Vereine, die Jugend an der neu gegründeten Musikschule Frieß in Rheinhausen auszubilden. Bei erfahrenen Lehrern konnten die Zöglinge in Einzel- oder Gruppenunterricht ihr Instrument erlernen, wobei der Musikverein weiterhin das Instrument kostenlos stellte und sich an den Unterrichtskosten beteiligte. Eine stolze Zahl von 28 Musikern konnte der Musikverein zur Aus- oder Weiterbildung anmelden.

2002 gab Fritz Klank sein Amt als 2. Vorstand ab, welches dann Dorothea Müßle übernahm.
Im gleichen Jahr ging der Musikverein mit seiner von Markus Nickola erstellten Internetseite erstmals online. Seither präsentiert man sich stets aktuell unter www.mv-weisweil.de.
Zur weiteren Verbesserung des Klangbildes des Holzregisters wurde eine Bassklarinette angeschafft.

Das 140-jährige Bestehen des Vereins wurde am 5. Juli 2003 mit einer "Musical-Night" als Open-Air-Konzert vor der Kirche gefeiert. Bei gutem Wetter und vor einem großen Publikum konnten der Musikverein sowie das Jugendorchester erlesene Musical-Stücke darbieten. Anstatt Eintritt zu verlangen, bat der Musikverein um eine kleine Spende und so konnte der Verein einen Betrag in Höhe von 1.115,-- Euro an die Gemeinde zur Anschaffung von Spielgeräten für Kinder und Jugendliche in verschiedenen Einrichtungen in Weisweil übergeben.

Einen Vorstandswechsel gab es 2006: für Jochen Raith wurde als 1. Vorstand Wolfgang Ehret gewählt, der heute noch dieses Amt ausübt. Jürgen Ehret bekleidete nun anstelle von Dorothea Müßle das Amt des 2. Vorstandes.

Mit einem Benefizkonzert zu Gunsten der Kinderkrebsklinik Freiburg feierte der Musikverein sein 145-jähriges Bestehen am 19. Juli 2008. Bekannte Filmmelodien brachten die Musikerinnen und Musiker vor der Kirche vor einem riesigen Publikum zu Gehör.
Glück hatte man mit dem Wetter, sodass erst bei der letzten Zugabe der Regen einsetzte. Durch Bewirtung und Spenden konnte man einen stattlichen Betrag in Höhe von 6.000 Euro an die Kinderkrebsklinik Freiburg übergeben, worauf der Musikverein sehr stolz war.


In diesem Jahr veranstaltete der Musikverein auch erstmals in der Geschichte der Kilwi den Hammeltanz nicht am Montagabend, sondern am Samstagabend.
Grund dafür waren die rückläufigen Besucherzahlen der Kilwimontage der vergangenen Jahre. Dies hat der Musikverein bis heute so beibehalten.

2009 konnte sich der Musikverein über zahlreiche Neuanmeldungen von Jungmusikern freuen, deren Ausbildung von aktiven Musikern unseres Vereins übernommen wurde.
Jürgen Ehret stellte 2010 sein Amt als 2. Vorstand aus zeitlichen Gründen zur Verfügung. Einstimmig wurde der Bassklarinettist Udo Müßle gewählt, der bis heute das Amt inne hat.
Im selben Jahr organisierte der 1. Vorsitzende Wolfgang Ehret erstmals einen vereinsinternen Kappenabend, an dem sich die Musiker und Musikerinnen närrisch präsentierten. So kommt auch die Kameradschaft nicht zu kurz.

Am historischen Umzug zur 900-Jahres-Feier von der Gemeinde Kappel-Grafenhausen präsentierte der Musikverein die „Wiswieler-Kilwi“ erstmals auswärts. Angereist in Kilwitracht mit Kilwirad und Kilwihammel, der von Bürgermeister Oliver Grumber geführt wurde, marschierten die Musiker am Umzug mit und führten anschließend den Original „Wiswieler-Hammeltanz“ auf.


Präsentation der "Wiswieler Kilwi" beim historischen Umzug in Kappel-Grafenhausen 2011



Das neue Nachwuchsorchester, bestehend aus 8 Auszubildenden sowie 11 bereits aktiven jungen Musikern, hatte erstmals am Konzertabend 2012 unter der Leitung von Dirigent Peter Graf ihren ersten öffentlichen Auftritt.


Nachwuchsorchester 2012


Ein Highlight in diesem Jahr war das Doppelkonzert mit der "Société de Musique Union  Schoenau" in der französischen Nachbargemeinde Schönau (Luftlinie 3 km).
2012 wurde Simon Ehrler von den Musikern als neuer Vizedirigent gewählt. Katja Wössner hatte zuvor ihr Amt nach 23 Jahren aus beruflichen Gründen abgeben.

Ins Jubiläumsjahr 2013 startete der Musikverein mit seinem Jubiläumskonzert im Januar. Die Kapelle brachte ihre Lieblingsstücke aus den vergangenen Jahrzehnten noch einmal zu Gehör.

Als weiteres Event im Jubiläumsjahr fand im Juli die "Western-Movie-Night" als Open-Air-Konzert vor der Kirche statt und 14 Tage später wurde das 150-jährige
Bestehen in der Reithalle zwei Tage lang gebührend gefeiert.

Derzeit besteht der Musikverein aus 57 aktiven Musikern und 6 Jugendliche sind derzeit in Ausbildung. In den letzten Jahren hat sich die Kapelle merklich verjüngt, da viele Nachwuchsmusiker integriert worden sind. Der jüngste aktive Musiker ist 12 und das älteste Mitglied 66 Jahre alt.
Das Durchschnittsalter beträgt lediglich 29 Jahre.
Die Mehrheit der aktiven Musiker ist weiblich.
Die Kapelle spielt derzeit auf einem guten Mittelstufenniveau. 

Im Februar 2014 stand ein Dirigentenwechsel an, nachdem unser Dirigent Peter Graf sein Amt nach 25 Jahren Dirigententätigkeit abgegeben hat. Seit dem
2. Mai hat nun Herr Jürgen Knörr, wohnhaft in Rheinhausen-Oberhausen, die Leitung der Kapelle übernommen.

 

Stefanie Schäfer,  Mai 2014
 


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